Tertiärverpackung

Die Tertiärverpackung hat einen direkten Einfluss auf den Transport sowie die Lagerung von Produkten und auf die damit verbundenen Kosten. Daher ist die richtige Auswahl der Verpackung von strategischer Wichtigkeit für jedes Unternehmen.

Tertiärverpackung & Tertiärpackmittel – was ist das?

Die Tertiärverpackung umhüllt sowohl die Primär- als auch Sekundärverpackung und ist die dritte Verpackungsstufe. Hierbei entsteht eine große Ladeeinheit mit mehreren kleineren Verpackungen, die meist in Form von Containern oder Paletten vorzufinden ist. Die Tertiärverpackung ermöglicht einen sicheren Transport sowie eine platzsparente Lagerung großer Warenmengen. Die Tertiärverpackung hat keinen direkten Kontakt zum Produkt, sondern sorgt für seine Transportsicherheit und effiziente Lagerung. Diese Verpackungsart wird im Geschäft oftmals aufgerissen und entsorgt, den Platz im Verkaufsregal finden meist Sekundär- und Primärverpackungen. 

Packpart - Tertiärverpackungen

Anwendungsbereich – Wo werden Tertiärverpackungen eingesetzt?

Die Tertiärverpackungen, auch Transportverpackungen genannt, sind für die Lieferung von Produkten an Vertriebs- und Verkaufsstellen bestimmt. Sie kommen in allen Branchen zum Einsatz und gelangen in der Regel nicht zum Verbraucher. 

Die Tertiärverpackung muss eine Reihe an Anforderungen erfüllen. Zum einen muss das Packmittel der dritten Stufe nach bestehenden Anforderungen das Produkt vor Einwirkung von Niederschlag und Staub, Sonneneinstrahlung sowie mechanischer Beschädigung schützen. Zum anderen sollte die Verpackung stabil sein, die Verdichtung der Ware ermöglichen und eine platzsparende Ladeeinheit bilden. Auch die Umweltfreundlichkeit spielt in der Verpackungsindustrie eine zunehmend größere Rolle. Die Verwendung und Entsorgung des Tertiärpackmittels dürfen keine wesentlichen Umweltschäden verursachen. Das Verpackungsmaterial sollte nicht nur widerstandfähig sein, sondern auch gut recycelbar. 

Die Tertiärverpackung sorgt für die Transportsicherheit der Ware sowie Vereinfachung des gesamten logistischen Prozesses. Um die Transportwege der Produkte zurückverfolgen zu können, werden die Tertiärverpackungen immer gekennzeichnet. Dies geschieht meist durch das Aufbringen der scanbaren Barcodes. 

Beispiele für Tertiärverpackungen

Die am häufigsten verwendeten Tertiärverpackungen sind Kisten, Paletten, Container, Säcke sowie Big-Bags und Schachteln aus Wellpappe.

Abgrenzung/Unterschied primär/sekundär/tertiär

Die Produktverpackungen lassen sich in drei Arten differenzieren. Das erste Glied der Verpackungshierarchie, die das eigentliche Produkt umhüllt, ist die Primärverpackung. Die Primärverpackung ist eine bestimmte Art von Behältern, die das Ziel hat, optimale Bedingungen für die Lagerung der Produkte zu schaffen und somit eine zuverlässige Qualitätssicherung zu ermöglichen.

Die zweite Verpackungsstufe ist die sogenannte Sekundärverpackung. Diese Art der Verpackung umhüllt mehrere Primärverpackungen und hat keinen direkten Kontakt mit dem Produkt. Es kann beispielsweise ein Karton mit mehreren Weinflaschen sein, eine Schrumpffolie, die die einzelnen Behälter zusammenhält oder eine große Tüte mit einzelnen kleinen Tüten. Das Ziel der Sekundärverpackung ist zum einen leichter Transport der Produkte sicherzustellen, zum anderen bekommt der Endverbraucher die praktische Möglichkeit das Produkt gleich in einer größeren Menge zu kaufen.

Die Tertiärverpackung ist hingegen vor allem für Händler relevant, nicht für den Endverbraucher. Die dritte Verpackungsart vereint die sekundär verpackten Produkte und ermöglicht einen sicheren Transport in sehr großen Mengen (Paletten).  

Beispiel: Der Orangensaft wird in Glasflaschen abgefüllt (Primärverpackung). Eine bestimmte Anzahl der Glasflaschen wird in eine Kiste verpackt (Sekundärverpackung). Nun werden für den Transportweg mehrere Kisten auf eine Palette geladen und in die Schrumpffolien (Tertiärverpackung) eingewickelt. 

Mit der richtigen Verpackungsart können nicht nur direkte Kosten wie Abfallmanagement eingespart werden, auch indirekte Kosten für die Lagerung und Handhabung sowie Kosten für die beim Transport entstandenen Schäden können nachweislich reduziert werden.

Der Autor

Christian Baumann ist Gründer der PackPart GmbH und Experte auf dem Gebiet der Verpackungsmaschinen

Christian Baumann Experte Verpackungsmaschinen

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