Packmittel

Die Verpackungsindustrie ist eine enorm große und wichtige Branche, die eine sichere Aufbewahrung, Logistik sowie Produktlagerung aller Art ermöglicht. Dank der Innovationen im Bereich der Werkstoff- und Kunststofftechnik werden die Packmittel kontinuierlich verbessert und bieten den Herstellern immer mehr Verpackungsmöglichkeiten.

Was sind Packmittel?

Unter dem Begriff Packmittel ist eine Verpackung eines Produktes zu verstehen und bezieht sich auf Materialien, Gegenstände bzw. Vorrichtungen, die zur Lagerung, Handhabung, Transport, Präsentation sowie zum Schutz von Waren verwendet werden. Packmittel werden im gesamten Kreislauf integriert, angefangen vom Rohstoff bis zum Endprodukt, vom Hersteller bis zum Endverbraucher.

Welche Arten von Packmitteln gibt es?

Packmittel werden grundsätzlich in drei Gruppen unterteilt: Handels-, Sammel- und Transportverpackungen.

Bei Handelsverpackungen unterscheidet man zwischen Getränkebehältern und sonstigen Handelsverpackungen. Getränkebehälter werden zusätzlich in Pfandbehälter und Behälter zum einmaligen Gebrauch unterteilt. Zu den Pfandbehältern gehören Verpackungen aus Glas, Kunststoff und Metall (z. B. Behälter für alkoholische und nichtalkoholische Getränke). Handelsverpackungen sind Teil eines Handelsartikels und werden mit dem Produkt an den Verbraucher übergeben. Dazu gehören beispielsweise: Mayonnaise-Flaschen, Milch-Tetra-Packs, Joghurtbecher oder Konservendosen.

Sammelverpackungen sind dazu bestimmt, mehrere Handelsartikel zu gruppieren, unabhängig davon, ob die Verpackung zusammen mit dem Produkt an den Verbraucher verkauft wird oder der bequemen Handhabung, dem Schutz oder der Präsentation des Produkts dient.

Transportverpackungen sind für die Handhabung und den sicheren Transport mehrerer Wareneinheiten oder Sammelverpackungen bestimmt. So können physische Beschädigungen der Waren während des Transports größtenteils vermieden werden. Zu Transportverpackungen gehören beispielsweise Kartons, Folie, Holzpaletten, Metall- und Kunststoffbänder.

Zudem werden Verpackungen in Mehrweg- und Einwegverpackungen unterteilt. Mehrwegverpackungen sind so konzipiert, dass sie während ihrer Lebensdauer je nach Verwendungszweck mehrere Durchläufe in einem Mehrwegsystem durchlaufen. Einwegverpackungen sind für den einmaligen Gebrauch.

Primär-, Sekundär- und Tertiärverpackungen bilden die hierarchische Reihenfolge der Produktverpackungen. Die Primärverpackung umhüllt das eigentliche Produkt und hat das Ziel, optimale Bedingungen für die Lagerung der Produkte zu schaffen. Die Sekundärverpackung gehört zu der zweiten Verpackungsstufe und hat keinen direkten Kontakt mit der Ware und hält oft mehrere Primärverpackungen zusammen. Das oberste Ziel der Sekundärverpackung ist die Schaffung der Kompaktheit und eines leichten Transports. Die Tertiärverpackung vereint die sekundär verpackten Produkte und ermöglicht einen sicheren Transport in sehr großen Produktmengen (Paletten).

Packpart - Packmittel

Welchen Zweck haben Packmittel?

Packmittel sind in allen Branchen im Einsatz und bieten viele unterschiedliche Funktionen.

Schutzfunktion

  • Die Ware wird vor mechanischer Beanspruchung wie Stößen, Reibung, Druck und Vibration geschützt.
  • Die Verpackung bietet einen Schutz vor klimatischen Einflüssen wie Feuchtigkeit, extreme Temperaturen und Licht.
  • Biologische Bedrohungen aufgrund des Kontakts mit Tieren, Insekten und Mikroorganismen werden vermieden.
  • Schutz der Privatsphäre wird durch die Vorrichtung zur Öffnungskontrolle gewährleistet.

Prozessoptimierung

  • Die Logistik wird durch das Einbringen der Tragevorrichtungen (Griffe, Löcher) auf der Verpackung optimiert.
  • Ein gut konzipiertes Packmittel ist für die optimalen Lagerbedingungen im Inneren der Verpackung von Temperatur bis Vakuum geschaffen und trägt zur langfristigen Konservierung des Produkts bei.

Optimierungsfunktion

  • Bessere Handhabung durch Gruppierung und Organisation der Produkte, die aus mehreren Artikeln bestehen (z.B. Pflegesets, Gesellschaftsspiele) wird erreicht.
  • Den unstabilen Materialien wie Schüttgütern, flüssigen und gasförmigen Inhalten (verleiht die Verpackung eine Form z. B. Mehl, Zucker, Wein, Sauerstoff in Flaschen).

Erleichterung der Buchhaltung

  • Das Verpacken von Produkten in Verpackungen vereinfacht die Buchhaltung. Die Warenbilanz kann einfach ermittelt werden. Denn durch das Zählen der Liefereinheiten kann das Wiegen der Ware vernachlässigt werden.

Nutzungsoptimierung

  • Eine gute Verpackung bietet dem Verbraucher einen maximalen Nutzungskomfort.
  • Angebrachte Mittel zum Öffnen und Verschließen der Verpackung ermöglichen eine optimale Lagerung der Ware im Gebrauchsprozess.

Informationsfunktion

Die Verpackung kann folgende Informationen enthalten:

  • Inhaltsinformationen (Produktname, Modell, Verwendungszweck, Seriennummer, Gewicht)
    Informationen zur Zusammensetzung (Inhaltsstoffe)
  • Werbeinformationen (Markenname, Logo, Kurzbeschreibung der Vorteile, Herstellerinformationen)
  • Logistikinformationen wie notwendige Lager- und Transportbedingungen, Warnungen (z. B. „nicht umdrehen“ oder „nicht werfen“).
  • Recycling-Informationen oder Entsorgungsbedingungen (z. B. bei Batterien)

Aus welchen Werkstoffen bestehen Packmittel?

Materialien, die der Verpackungen zuzuordnen sind, werden üblicherweise als Verpackungsmaterialien bezeichnet. Die meisten Verpackungsmaterialien können selbständig verwendet werden. Einige von ihnen erfordern spezielle Ausrüstung für die Verwendung als Verpackung wie beispielsweise die Schrumpffolie.

Für den optimalen Schutz der Produkte ist die Wahl der richtigen Verpackungsmaterialien äußerst wichtig. Bei der Entscheidung sollen folgende Kriterien berücksichtigt werden.

  • Transport: Bei der Wahl des Packmittels ist sicherzustellen, dass die Produkte auf dem Transportweg dank des Packmittels gut geschützt werden. Zum Beispiel muss per Luftfracht transportierte Ware atmosphärischen Veränderungen und Turbulenzen standhalten.
  • Feuchtigkeit: Zu feuchte Umgebung beim Transport und bei der Lagerung der Produkte kann zu erheblichem Qualitätsverlust führen. Die richtige Verpackung schützt vor Feuchtigkeit.
    Produkteigenschaften: Wertigkeit, Zerbrechlichkeit, Produktgröße sowie Gewicht sind wichtige Faktoren bei der Auswahl der richtigen Packstoffe.
  • Temperatur: Die gewählte Verpackungslösung muss den Produkten eine optimale thermische Umgebung bieten. Dies gilt insbesondere bei verderblichen Produkten wie Lebensmittel.
    Es gibt viele Packmittel auf dem Markt. Dabei hat jedes Material seine Vor- und Nachteile.

Packmittel aus Metall

Packmittel aus dünnem Metall sind flexibel in der Handhabung, sehr widerstandsfähig und können für verschiedene Zwecke angepasst werden. Es wird häufig als Rückverpackung verwendet. Die beliebtesten Varianten sind Faltständer und Stahlregale. Sie sind langlebig und können Produkte vor Erschütterungen während des Transports und grobem Umgang gut schützen. Ein großer Nachteil von Metall ist die Möglichkeit einer Korrosion. Auch das massive Gewicht zählt zu den Minuspunkten des Packmittels aus Metall.

Packmittel aus Kunststoff

Packmittel aus Kunststoff gehören zu den universellen Verpackungsmaterialien. Sie sind sowohl im Einzelhandel als auch für die Transportwege sehr nützlich und stets im Einsatz. Kunststofflösungen werden aufgrund ihres geringen Gewichts, Festigkeit, Langlebigkeit und einfacher Reinigung geschätzt. Kunststoffpackmittel schützen die Ware gut vor mechanischen Schäden, verhindern das Eindringen von Staub und sind feuchtigkeitsbeständig. Zu den Nachteilen zählen vor allem das Entsorgen der Kunststoffverpackungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt.

Packmittel aus Wellpappe

Wellpappe ist aufgrund der geringen Kosten, eines der beliebtesten Packmittel. Das Material ist an die Form und Größe des Produkts leicht anpassbar und bietet einen guten Schutz. Keine große Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Einwirkung sowie Feuchtigkeit zählt zu den Schwächen der Wellpappe.

Packmittel aus Holz

Packmittel aus Holz sind eines der sichersten verfügbaren Verpackungsmaterialien. Eine Holzverpackung wird häufig für große Produkte sowie schwere und komplexe Lasten verwendet. Auch für eine langfristige Lagerung eignet sich eine Holzverpackung optimal. Nachteil von Holz ist die Sperrigkeit und geringe Flexibilität.

Bei der Wahl des richtigen Packmittels sind wichtige Faktoren wie Gewicht, Größe und Beschaffenheit der Produkte sowie die Transportart zu berücksichtigen.

Der Autor

Christian Baumann ist Gründer der PackPart GmbH und Experte auf dem Gebiet der Verpackungsmaschinen

Christian Baumann Experte Verpackungsmaschinen

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